2. Hallenlandesmeisterschaft der Werkstätten für Menschen mit Behinderung

Lebenshilfewerk Ilmenau-Rudolstadt wird mit stimmungsvollen Fans im Rücken Hallenfußball-Landesmeister

Auch in 2019 war die 2. Hallenlandesmeisterschaft der Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM) am 06.12.19 in der Rudolstädter Dreifelderhalle eine gelungene Veranstaltung. Den Löwenanteil an der Vorbereitung der vierstündigen Neuauflage des Championats hatte Thomas Schmidt, der Geschäftsführer von Special Olympics Thüringen. Dabei konnte sich Schmidt, der im Ehrenamt unter anderem Jugendobmann im Kreis-Fußballausschuss (KFA) ist, der Unterstützung des Thüringer Fußball-Verbandes (TFV), der Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) der WfbM und des Landessportbundes (LSB) Thüringen sicher sein. Am Tag selbst trugen noch Christoph Köhler, Sportkoordinator bei Special Olympics, Bernd Bock (Turnierleiter), der Verbandspressesprecher als Moderator sowie die Schiedsrichter aus dem Fußballkreis Mittelthüringen, Michael Haag und Frank Wetzki, zum Gelingen bei. Da störte es auch nicht, dass am ersten richtigen Wintertag die Heizung der Turnhalle ausgefallen war.

Denn die insgesamt 87 Frauen und Männer bewegten sich bei 18 Vor- und Finalrundenpartien - gespielt wurde übrigens nicht nach den FIFA-Regeln für Hallenfußball - und einer Spielzeit von jeweils zehn Minuten, wobei jede Mannschaft vier Begegnungen bestritt, ausgiebig. Wie schon im Vorjahr waren durchweg alle mit viel Spaß und Eifer bei der Sache. Und da spielte es auch gar keine Rolle, wenn mancher nicht unbedingt ein Messi, Ronaldo, Neuer oder Gnabry war.

Aber Ehrgeiz konnte keiner der neun teilnehmenden Werkstätten überall aus Thüringen abgesprochen werden. Und in jeder Mannschaft waren immer Akteure, die den Spielrhythmus bestimmten und sich als Kandidaten für die Einzelauszeichnungen „Bester Spieler“, „Bester Torhüter“ und „Bester Torschütze“ bewarben.

Am Ende hatte erkämpfte sich der Lokalmatador, das Lebenshilfewerk Ilmenau-Rudolstadt, die zweite Hallenlandesmeisterschaft der WfbM. Die Mannschaft von Betreuer Karten Dietrich, heute noch Kreisklassenspieler der 3. Mannschaft bei Einheit Rudolstadt, hatte praktisch ein „Heimspiel“, denn es wurde von zahlreichen Mitarbeitern der Rudolstädter Werkstatt aus dem Osten der Stadt stimmgewaltig unterstützt. Schon vor dem Turnier war Dietrich im Gespräch mit dem Verfasser optimistisch, den Titel zu holen. Der Pokalverteidiger, das Rehazentrum Stadtroda, kam als Dritter auch diesmal auf das Podium.

Mit Marko Gaßmann, Betreuer der Nordthüringer Werkstätten, war auch ein Thüringenliga-Schiedsrichter zugegegen. Der feuerte seine Mannschaft, die am Ende Siebter wurde, lautstark an, war aber auch das eine oder andere Mal mit Entscheidungen seiner Schiedsrichterkollegen nicht gänzlich einverstanden. „Wenn ich selbst Spiele leite, bin ich natürlich anders“, gab Gaßmann mit Blick auf sein emotionales Coachen lächelnd zu.

Bei den Einzeleinauszeichnungen berücksichtigte die Turnierleitung auch das Votum der Betreuer, wobei es um den Pokal für den „Besten Torschützen“ ein Stechen geben musste. Das ging an Jens Seidel (Nordthüringer Werkstätten). Er, das stellte Landestrainer Mario Grund, Mitglied der Arbeitsgruppe Handicap im TFV, mit Genugtuung fest, gehört ebenso wie der „Beste Torwart“, Mario Groß (Saale-Betreuungswerk Jena) und Robert Goldschmidt (Suhler Werkstätten) als „Bester Spieler“ zum Kader der Landesauswahl.

Welchen Stellenwert das Event in Rudolstadt hatte, zeigt die Anwesenheit von Stadtoberhaupt Jörg Reichl, dem Vorsitzenden des Kreissportbundes „Saale-Schwarza“, Frank Persigke, TFV-Vize Peter Brenn sowie Reinhard Morys, Vorsitzender des Vorstandes von Special Olympics, seinem Stellvertreter Rolf Beilschmidt, der 1. Stellvertreterin der LAG, Katrin Welke, und Lisa Kalkofe vom LSB. Sie waren bei der Eröffnung bzw. Siegerehrung zugegen und übergaben Urkunden, Pokal und Sachgeschenke. Dank eines Sponsors erhielt jeder Teilnehmer, passend zum Nikolaustag, aus den Händen von LSB-Maskottchen „Muskelkater“ - in das Kostüm schlüpfte Christoph Köhler -  einen großen Beutel mit Süßigkeiten.

Thomas Schmidt nahm die Empfehlung von Rudolstadts Bürgermeister an und wird den Termin für die 3. Landesmeisterschaft der WfbM, die am 4. Dezember 2020 in „Schillers heimlicher Geliebten“ stattfinden soll, jetzt schon bei der Stadtverwaltung beantragen.

Der Endstand:

1. Lebenshilfewerk Ilmenau-Rudolstadt

2. Stiftung Finneck Sömmerda

3. Rehazentrum Stadtroda

4. Suhler Werkstätten

5. Saale-Betreuungswerk Jena

6. Pößnecker Werkstätten

7. Nordthüringer Werkstätten Nordhausen

8. Rehazentrum Schleusingen

9. Diako Thüringen Eisenach

Text: Hartmut Gerlach
Fotos: Thomas Mohr

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