Angebot zur gesunden Ernährung in Ebeleben

Ein weiteres erfolgreiches Angebot im Projekt „Bewegung und Gesundheit im Alltag stärken (BeuGe)“

Im Mittelpunkt des Pilotprojekts BeuGe steht der Aufbau kommunaler Strukturen zur Gesundheitsförderung für Menschen mit Behinderung in ihrem direkten Lebensumfeld. Menschen mit geistiger Behinderung werden als Bewegungs- und Gesundheitsexpert*innen (BGE) geschult und befähigt, selbstbestimmt und eigenständig, gemäß dem eigenen Interesse und den eigenen Fähigkeiten, gesundheitsfördernde Angebote für ihre Mitmenschen zu planen und zu gestalten.

BGE sollen mit unterstützender Hilfestellung von Ehrenamtlichen ein Tandem-Team bilden und zusammen BGE Angebote durchführen. Das Tandem-Team plant, bereitet und führt gemeinsam BGE Angebote durch. Sie unterstützen sich gegenseitig im Lernprozess für die Durchführung von Gesundheitsangeboten für Menschen mit (und ohne) Behinderung. Zu den Aufgaben der Unterstützungspersonen gehören neben der Begleitung der Angebote auch die Unterstützung beim Wissenstransfer, z.B. Erklärungen bei der Anleitung von Übungen. So fungieren die BGE als Expert*innen in eigener Sache und geben ihre Erkenntnisse auf Augenhöhe an ihre Mitmenschen weiter.

Die BGE Jeanette Scholz, Ullrich Buchhardt und Christian Helmhold führten zusammen mit ihrer Unterstützungsperson Maxi Nickel, Studentin Hochschule Nordhausen, eine Angebotsreihe zum Thema gesunde Ernährung durch. Das Angebot fand - unter Berück-sichtigung der aktuellen Corona-Infektionsschutzmaßnahmen- für fünf Wochen lang jeden Dienstag statt. Insgesamt nahmen sechs Beschäftigte aus der Werkstatt in Ebeleben an der Angebotsreihe teil.

Durch das Angebot lernten die Teilnehmenden die Regeln der gesunden Ernährung. Es wurde zum einen über verschiedene Lebensmittelgruppen und zum anderen über ungesunde und gesunde Getränke gesprochen. Die Angebote wurden in drei theoretischen Einheiten und eine praktische Einheit unterteilt. Für die Theoriestunden war jeweils ein BGE zuständig und dieser leitete die Teilnehmenden durch die Präsentation. In der Praxisstunde wurde gemeinsam gekocht. Alle BGE waren in dieser Einheit anwesend und standen allen Teilnehmenden unterstützend zur Seite.

Die Inhalte wurden interaktiv gestaltet, so dass die Teilnehmenden diese mit verschiedenen Sinnen erfahren und lernen können. Besonders bei der Ernährungspyramide konnten die Teilnehmenden ihr gelerntes Wissen spielerisch und mit Spaß anwenden. Die Übung im Supermarkt wurde von den Teilnehmenden sehr gut angenommen. Dort konnten sie viel vom zuvor Gelernten umsetzen. Verschiedene Fragen konnten beantwortet werden, wie z.B.: Was soll beim Einkaufen beachtet werden? Welche Informationen sind auf den Verpackungen der Produkte zu finden? Hierbei kam es zu einem regen Austausch. Die Teilnehmenden sprachen über die eigenen Vorlieben beim Einkaufen, wodurch das Gruppengefühl gestärkt wurde.

Die letzte Einheit des Angebots war ein großer Erfolg. Die Gruppe bereitete zusammen ein Salat vor. Alle beteiligten sich an der Zubereitung, dabei wurde viel gelacht. Am Ende konnte sich jede*r Teilnehmende noch etwas von dem selbstgemachten Salat mitnehmen.

Das Projekt wird im Rahmen des GKV-Bündnisses für Gesundheit umgesetzt und durch die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung im Auftrag und mit Mitteln der gesetzlichen Krankenkassen nach §20a SGB V gefördert.

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