Projekt BeuGe: 2. Netzwerktreffen in Thüringen

In digitaler Form fand auch das zweite Netzwerktreffen des Gesundheitsprojektes BeuGe statt.

Am 26.11.2020 fand das 2. digitale Netzwerktreffen des Projekts „Bewegung und Gesundheit im Alltag stärken (BeuGe)“ statt. Es nahmen Vertreterinnen und Vertreter aus der Gesundheitsförderung, Behindertenhilfe, Bildung und Sport teil. Alle Teilnehmenden tauschten sich zu Möglichkeiten der Umsetzung und Unterstützung von niedrigschwelligen und nachhaltigen Angeboten für Menschen mit geistiger und/oder mehrfacher Behinderung aus. Ziel des Treffens war es, die Zusammenarbeit zwischen den Netzwerkpartnerinnen und -partnern im Projekt zu vertiefen. Das Projekt wird im Rahmen des GKV-Bündnisses für Gesundheit gefördert.

Der im Juni 2020 begonnene Austausch wurde beim 2. Netzwerktreffen mit einem erweiterten Kreis von Teilnehmenden fortgeführt. Neben der Findung gemeinsamer Schnittstellen verschiedener Projekte innerhalb des Netzwerks, wurde über Chancen und Herausforderungen zur Bewegungs- und Gesundheitsförderung für und mit Menschen mit geistiger und/oder mehrfacher Behinderung im Rahmen des Projekts angeregt diskutiert.
Beim Austausch wurden erste gemeinsame Aktivitäten innerhalb des Netzwerks in 2021 geplant.

Ein besonders interessanter Tagesordnungspunkt des Netzwerktreffens war ein Interview mit Sven Schlüter und Sarah Erpel, zwei geschulten Bewegungs- und Gesundheitsexperten (BGE) aus Ilmenau. Sie berichteten von ihren Erfahrungen und Angeboten als BGE und stellten das Online Bewegungsangebot „Wir werden aktiv“ vor. Diese Initiative wird von beiden BGE seit Anfang November geleitet und findet regelmäßig alle 14 Tage online statt.

Das Treffen wurde von der Hochschule Fulda, die das Projekt über die gesamte Laufzeit wissenschaftlich evaluiert, begleitet. Aus den Ergebnissen der Evaluation wird u.a. ein Leitfaden für den Aufbau kommunaler Strukturen zur Gesundheitsförderung für Menschen mit Behinderung erarbeitet.

Das nächste Netzwerktreffen im Rahmen des Projekts findet im Frühjahr 2021 statt.

 

Hintergrundinformationen zum Projekt BeuGe

Ziel des Projekts BeuGe ist es, kommunale Strukturen zur Gesundheitsförderung für Menschen mit Behinderung zu schaffen. Ein Kerninhalt zum Erreichen dieses Ziels ist die Schulung von Menschen mit geistiger Behinderung zu sogenannten Bewegungs- und Gesundheitsexpertinnen und -experten (BGE). Als BGE und Expertinnen und Experten in eigener Sache unterstützen und motivieren sie ihre Mitmenschen bei einer gesunden Lebensweise, indem sie aktiv zur Gestaltung einer gesundheitsfördernden Lebenswelt beitragen. In ihrer Freizeit führen die BGE eigenständig oder mit unterstützender Leitung Angebote zu den Themen Gesundheit, Bewegung oder Ernährung durch.

Eine enge Zusammenarbeit mit Partnerinnen und –partnern ermöglicht es den BGE, nachhaltige Angebote zur Förderung einer gesunden Lebensweise zu schaffen. Daher ist das Bilden eines umfangreichen Netzwerks ein weiterer wichtiger Schwerpunkt des Projekts. Mögliche Kooperationspartner sind u.a. Wohn-, Sport- und Bildungseinrichtungen sowie Träger der Behindertenhilfe.

Das Projekt wird im Rahmen des GKV-Bündnisses für Gesundheit durch die BZgA im Auftrag und mit Mitteln der gesetzlichen Krankenkassen nach § 20a SGB V gefördert. Gemeinsam mit Special Olympics Deutschland wird das Projekt BeuGe noch bis Ende 2021 in fünf Special Olympics Landesverbänden durchgeführt. In Thüringen fanden bereits zwei BGE-Schulungen im Februar sowie September dieses Jahres in Mechterstädt und Ilmenau statt. Insgesamt wurden 16 Bewegungs- und Gesundheitsexperten geschult. Im nächsten Jahr sind weitere Schulungen geplant.

Weiterführende Informationen:

https://www.so-thueringen.de/sport-mehr/projekt-bewegung-und-gesundheit-im-alltag-staerken-beuge/

 

Über das GKV-Bündnis für Gesundheit:

Das GKV-Bündnis für Gesundheit ist eine gemeinsame Initiative der gesetzlichen Krankenkassen zur Weiterentwicklung und Umsetzung von Gesundheitsförderung und Prävention in Lebenswelten. Das Bündnis fördert dabei u. a. Strukturaufbau und Vernetzungsprozesse, die Entwicklung und Erprobung gesundheitsfördernder Konzepte, insbesondere für sozial und gesundheitlich benachteiligte Zielgruppen, sowie Maßnahmen zur Qualitätssicherung und wissenschaftlichen Evaluation. Der GKV-Spitzenverband hat gemäß § 20a Abs. 3 und 4 SGB V die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung damit beauftragt, die Aufgaben des GKV-Bündnisses für Gesundheit mit Mitteln der Krankenkassen umzusetzen.

Weitere Informationen: www.gkv-buendnis.de

 

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